Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland - Präsentationsfolien und Erläuterungen

1.1.2 Kindheit

Die Entscheidung für Kinder ist für Paare heute zumeist ein überlegter und geplanter Schritt (Geburtenkontrolle mit der Folge eines Geburtenrückgangs und des Abnehmens des demographischen Anteils von Kindern und Jugendlichen gegenüber anderen Altersgruppen).
 

  • Mit der „Kindzentrierung“ heutiger Familien („Intimisierung“ der Eltern-Kind-Beziehungen) ist auch eine allmähliche Veränderung des Erziehungsklimas verbunden (Abkehr von rigiden, autoritären Erziehungsstilen hin zum eher partnerschaftlichen Verständnis, Pluralismus der Erziehungsziele/-stile).
  • Kinder haben immer seltener Geschwister und Seitenverwandte (Onkel und Tante).
  • Neben der Familie bekommen Kindertageseinrichtungen, Vorschule, pädagogisch betreute Angebote, Kurse etc. immer mehr Bedeutung
  • Die Mehrzahl der Kinder hat heute problemlos Zugang zu den den Freizeitbereich gestaltenden Medien wie Fernsehen, Video, Radio, Kassettenrecorder, CD-Spieler, Walkman, Computer, Internet  usw., das birgt Chancen und Risiken (Weltoffenheit und Erfahrungen aus „zweiter Hand“).

Kinderrechte (Quelle): die UN-Konvention über die Rechte des Kindes vom 20.11.1989 ist für die Bundesrepublik Deutschland am 5.4.1992 mit einer Vorbehaltserklärung in Kraft getreten

Literatur:
Deutsches Jugendinstitut (Hg.): Was für Kinder. Aufwachsen in Deutschland. Ein Handbuch. München 1993
Hurrelmann, K./Ulich, D. (Hg.): Handbuch der Sozialisationsforschung. Weinheim/Basel 1980
Markefka, M./Nauck, B. (Hg.): Handbuch der Kindheitsforschung. Neuwied 1993
Sachverständigungskommission Achter Jugendbericht (Hg.): Datenhandbuch. Zur Situation von Familien, Kindern und Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland. Weinheim/München 1990
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Bericht der Bundesrepublik Deutschland an die Vereinten Nationen gemäß Artikel 4. Bonn 1996


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